Übergabe Fördermittelbescheid SOP energetisches Quartierskonzept

Staatssekretär Dr. Wilhelm übergibt Fördermittelbescheid SOP zum energetischen Quartierskonzept

Am Dienstag, dem 10.09.2013 – fast genau ein Jahr nach Eröffnung des Brühlbüros und dem Beginn der Förderung des Programms SOP – Aktive Stadt und Ortsteilzentren Brühl-Boulevard, hat Staatssekretär Michael Wilhelm (Sächsisches Staatsministerium des Innern) einen Fördermittelbescheid zur Aufstockung der Mittel um gut zwei Millionen Euro für die Umsetzung des energetischen Quartierskonzeptes der Stadt überreicht.

In einer Veranstaltung im Brühlbüro zusammen mit Partnern der Brühlentwicklung und Gästen übergab der Staatssekretär den Bescheid an Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit den zusätzlichen Mitteln die gemeinsame Entwicklung am Brühl weiter voranbringen können und damit das zukunftsweisende energetische Quartierskonzept umgesetzt werden kann.“
 
Staatssekretär Wilhelm würdigte die bisherige erfolgreiche Entwicklung am Brühl, maßgebend gefördert durch das Programm SOP im vergangenen Jahr. Insbesondere durch die gemeinsame Arbeit vor Ort, im Brühlbüro, mit einzelnen Projektträgern und den Partnern vor Ort kann sich hier ein lebendiges Quartier, geprägt durch vielfältige Nutzer, durch junge Kreative und Studenten, entwickeln.
 
Andreas Hennig, technischer Geschäftsführer der eins energie in sachsen, erläuterte das energetische Quartierskonzept für den Brühl. Dieses sieht den großflächigen Einsatz von erneuerbaren Energien und den Aufbau eines Niedrigtemperatur-Fernwärmenetzes, gekoppelt mit einem zu errichtenden Solarthermiefeld, vor. Bis 2018 sollen im Zusammenhang mit der städtebaulichen Entwicklung und zur energetischen Ertüchtigung etwa acht Millionen Euro investiert werden.
 
Am Brühl wird hierbei das bestehende Fernwärmenetz unter anteiliger Nutzung von vor Ort erzeugter erneuerbarer Energie aus Solarthermie umgebaut und wesentlich erweitert werden. Zusätzlich soll die Energie-Effizienz durch Speicherung von solarer Wärme und der Nutzung des Heißwasserrücklaufs des Fernwärmenetzes gesteigert werden. Das Solarthermiefeld wird auf der anderen Seite der Chemnitz errichtet werden. Der vorhandene Chemnitztalradweg an den technischen Anlagen der eins energie in sachsen wird ab der Georgbrücke begleitend zu den energetischen Vorhaben als Uferpark aufgewertet.
 
Anlagen der Solarthermie sind bisher, auch in Verbindung mit anderen Heizenergien, grundsätzlich nicht rentabel. Sie sind aber ökologisch und mindern wesentlich den CO²-Ausstoß im Stadtklima. Diese Maßnahmen sind zur Erreichung der Klimaziele, zu denen sich auch die Stadt Chemnitz bekannt hat, besonders geeignet und werden deshalb derzeit als Pilotprojekte bundesweit gefördert. Die Hauseigentümer werden durch den SOP-Beauftragten der Stadt im Brühlbüro und die eins bei der energetischen Sanierung ihrer Gebäude und dem Anschluss moderner Haustechnik an das effiziente Fernwärmenetz beraten.
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